Das Großaspacher Pfarrhaus

Geschichte

Die Eingangstüre des Pfarrbüros

Das Pfarrhaus wurde 1698 erbaut. Damals, fünf Jahre nach seiner Zerstörung im spanischen Erbfolgekrieg, befahl die Pfarrherrin und regierende Witwe Sturmfeder den Wiederaufbau in der Form, wie es seit 1612 bestanden hatte. Das dabei für Großaspach ungewöhnlich groß und repräsentativ ausgefallene Pfarrhaus ist dem Eigensinn des um diese Zeit amtierenden Pfarrers Hägelin zuzuschreiben, der entgegen den herrschaftlichen Anordnungen au den alten Grundmauern ein viel stattlicheres Gebäude errichten ließ. Er und seine Erben mussten später mit ihrem Privatvermögen für die zusätzlich angefallenen Kosten aufkommen.

 

Mehr zur Geschichte des Pfarrhauses finden Sie hier.

 

 

Inschriften und Jahreszahlen über den Eingangstüren:

 

Über der westlichen Eingangstüre steht die Jahreszahl 1612. In diesem Jahr wurde das erste Verwaltungsgebäude der Herren von Sturmfeder erbaut, welches beim Einfall der Franzosen 1693 unter General Mélac durch Feuer zerstört wurde.

 

Über der nördlichen großen Kellertüre ist die Jahreszahl 1698 eingehauen. In diesem Jahr wurde das Gebäude als Witwensitz in seiner heutigen Größe und Form neu gebaut.

 

Die Inschrift über dem östlichen Hauseingang (Zugang zum Pfarrbüro) lautet:

 

obere Reihe:

Maria Catharina Sturmfeder Von Und Zu Au-Wach

 

untere Reihe:

Marsillus Franz Sturmfeder

Philipp Christoph Sturmfeder

Ernst Friedrich Sturmfeder

(Söhne der Witwe Maria Catherina)

 

links und rechts des Doppelwappens Sturmfeder / Auwach:

TRIGA FRATRUM (Dreiheit der Brüder)

 und das Baujahr 1698

 

Die Pfarrscheuer wurde zeitgleich mit dem Pfarrhaus errichtet. Sie diente der Pfarrfamilie zur Aufbewahrung der ihr zustehenden Zehntabgaben aus der Gemeinde und den Erträgen aus ihrer eigenen Landwirtschaft. 1987 wurde die Scheune an eine Privatfamilie verkauft.